Chronik

Schon in den Goldenen 20er Jahren versuchten sich Weisweils Fußballer in Sachen Fasnet. Nacht der Weltwirtschaftskrise wurde am Fastnachtssamstag im Prinzensaal ein Maskenball veranstaltet.
Am ersten Abend bei Eintrittsgeld von 1 Mark wurden exakt 83 Mark eingenommen, Es folgten Fasnets-veranstaltungen im Brauhaus Baumgärtner, im Prinzensaal, im Sternen und im Ochsensaal in Form von Maskenbällen und Kappenabenden, die später im Clubheim ihre Fortsetzung fanden.

Nach dem Krieg war es vor allem Fritz Lösslin, der im evangelischen Weisweil die Fasnet wieder aufleben ließ (1949). Am 20. Januar 1954 wurde gar ein Damen- und Herrenelferrat zur Organisation der Fasnet, der Kappenabende und des Preismaskenballs gegründet, deren Existenz aber nur von kurzer Dauer war.

Mit Bau der Rheinwaldhalle begann auch die Zeit des "Club-Owe" der Fasnachtsveranstaltung in Weisweil schlechthin. Zunächst als Tanzabend, unterbrochen von Büttenreden, hier fällt älteren Weisweilern vor allem der Name "Ernst Klipfel" ein. Die Sache wurde dank "Frieder Stöcklin" bald professioneller.

1980 wurde auf Initiative von Frieder Stöcklin ein Elferrat gegründet, eine Weisweiler Fasnachtsfigur von Fritz Karcher, der Kolibacher , kreiert und seit 1989 ist offiziell die Brauchtumspflege der Wiswieler Fasnet in der Satzung des FC Weisweil verankert.

Auf Rat von Elferratspräsident F. Stöcklin ist man inzwischen auch der Narrenvereinigung "Berg und Tal" beigetreten, welche 1999 und 2005 in Weisweil ein großes Narrentreffen abhielt.

Zur Fasnetskampagne 2001 gab es einen großen Umbruch. Fast der komplette "alte" Elferrat trat zurück. Doch fand man sehr schnell wieder eine neue Truppe, die teils aus sehr jungen engagierten Elferräten besteht. Die Fasnet erfuhr einen neuen Aufschwung. Man hatte in Weisweil über alle Tage eine volle Halle und einen Umzug, der seit Jahren nicht mehr so groß war.


(h.l.n.r. Sascha Henninger, Martin Haag/m.l.n.r. Jürgen Ehret, Hans Klipfel, Klaus Schäfer, Jens Gerich, Norbert  Leibbrand, Frieder Heidt/v.l.n.r. Kai Fischer, Jakob Volk, Dennis Gerich)

Im März 2001 verstarb für alle überraschend der langjährige Elferrat und Ehren Strauschuh Waddler Winfried Dienst.

Zur Fastnachtseröffnung am 11.11.2001 stellte man im Bürgersaal des Rathauses die neu gegründete Grosili Gruppe vor. Diese Traditionsfigur der Wiswieler Fasent soll mit dieser Gruppe neu belebt werden und das Umzusbild bereichern.

Vom 22. bis zum 23. Febraur 2005 verwandelte das Narrentreffen der Freundschaftsvereinigung "Berg un Tal" Weisweil in eine absolute Narrenhochburg. Verbunden war dieses mit dem 20-jährigen Jubiläum der Wiswieler Kolibacher und 25-jähriges Bestehen des Elferrates. Bereits der Zunftabend lockte mit einem abwechslungsreichen und bunten Programm Hunderte von Gästen in die total überfüllte Rheinwaldhalle. Parallel hierzu strömten rund 2.000 Gäste zur Megaveranstaltung - SWR3 DanceNight - in die Reithalle. Großes Lob für das Geleistete wurde uns auch vom Südwestrundfunk ausgesprochen. Man war überrascht was ein so "kleines" Dorf auf die Beine gestellt hat. Am Sonntagmorgen empfing die Gemeinde Weisweil - voran Bürgermeister Oliver Grumber - die Zunftmeister. Der größte und farbenprächtigste Umzug, den Weisweil je gesehen hat , startete um 13.30 Uhr beim Gasthaus Salmen in Richtung Reithalle. Über 2.000 Hästräger und Musiker zogen durch unser Dorf. Angeführt von unserem Sechserbund folgten Gruppen aus Richtung schweizer Grenze über den Kaiserstuhl bis nach Offenburg. Nach dem Umzug sorgten die zahlreichen Guggenmusiken und Musikvereine in der Reithalle nochmals für eine tolle Stimmung.

Der Elferrat blieb jedoch nicht lange in seiner Zusammensetzung von 2001 erhalten. 2006 regierte man mit dem sogenannten "Fünferrat" und Unterstützung der Altelferräte auswärts. Jedoch war man zuversichtlich zur Saison 2007 wieder mit einem verstärkten Elferrat gerüstet zu sein.

Nach zwei Jahren Pause ist es dem Elferrat im Jahre 2006 gelungen wieder eine Garde auf die Beine zu stellen. Nachdem die Vorgänger komplett zusammen aufhörten war es sehr schwer eine neue Gruppe zu finden. Mit 13 jungen Mädchen aus Weisweil ist es nun gelungen. Die Elferräte Norbert Leibbrand und Jürgen Ehret waren hier federführend.

Im Jahr 2006 beendet Thomas Pfisterer nach 4 Jahren sein Amt als Oberkolibacher. Nachfolger werden Jasmin Ehret und Linda Zimmermann. Im gleichen Jahr werden Gerd Benz und Thomas Pfisterer als neue Elferräte aufgenommen. Die offiziellen Vereidigungen nahm Präsident Frieder ein Jahr später auf der Fasenteröffnung 2007 vor.

Die neuen Oberkolibacher ehrten bei der Fasenteröffnung folgender Kolibachermitglieder :
20 Jahre : Helmut Klipfel und Michael Stöcklin
10 Jahre : Marion Winkler, Timo Winkler, Michael Reimer, Stefan Beha, Kai Fischer, Mike Stöcklin und Thomas Pfisterer
Neu vereidigt wurden die Kolibacher Saskia Fischer und Christian Schmidt

Der traditionelle Club-Owe wurde 2007 erstmals von einem Duo (Frieder und Christian) moderiert. Bunt , laut und fröhlich lautete die Schlagzeile der Presse. Beim 18. Tanz- und Ballettfestival bereicherte 2007 erstmals eine Herren-Spaß-Runde das Programm. Wie immer ein berauschender Abend in einer brechend vollen Halle. Der Rosenmontag wurde wieder von Weisweiler Gruppen gestaltet. Der Grosili-Owe erfuhr in diesem Jahr einen Einbruch.

Am 10.11.2007 gab Präsident Frieder Heidt bekannt, dass es ihm nicht gelang 11 Räte zusammen zu bekommen. Mit 7 aktiven Elferräten ging man in die Kampagne. Thomas Pfisterer rückte von den Kolibachern in den 11-Rat auf. In der Kampagne 2008 nahm man sich vor den Grosili-Owe wieder neu zu beleben. Dazu fand ein Stammtisch statt. Man rief eine Grosili-Patenschaft ins Leben. Jedes schon etwas ältere Grosili soll sich ein junges Mädchen als Pate nehmen und somit diesen traditionsreichen Abend wieder beleben.
Club-Owe und Tanzfestival waren sehr gut besucht. Am Rosenmontagsumzug nahm Herbolzheim mit einer großen Gruppe erstmals teil.

Im Januar 2008 trafen sich einige Narren im Salmen um darüber zu beraten wie man den Grosili-Owe wieder mit Leben erfüllen könnte. Es kamen viele Ideen zusammen und beschloß die Grosili zu prämieren und um Mitternacht eine Grosili Taufe durchzuführen.

 

Der Grosili-Owe im Gasthaus Salmen war ein voller Erfolg und wurde mit der Grosili-Taufe um Mitternacht beendet.

Am 11.11.2008 lud man in den Bürgersaal zur Fasenteröffnung ein. Norbert Leibbrand wurde für 25 Jahre Einsatz für die Wiswieler Fasent geehrt und erhielt einen speziell kreierten Orden.

 

Es war noch immer nicht gelungen den Elferrat zu vergrößern. In der Winterpause gelang es Fasentpräsident Frieder bei sich zu Hause mit einem Kasten Bier fünf neue Elferräte zu verpflichten. Was auf dem Weihnachtsmarkt mit einem zufälligen Gespräch begann sollte hier nun Früchte tragen. Nico Ehret, Boris Ehret, Christian Fechter, Lukas Gerhart und Michael Rodenberg sagten zu ab sofort mit dabei zu sein. Sie waren auf einem Treffen in Ringsheim erstmals dabei und haben sich gut präsentiert.
Am schmutzige Dunschdig 2008 stellte Präsident Frieder erstmals öffentlich die neuen Elferräte vor. Danach zog man zur Schlüsselübergabe zum Rathaus.
Der 29. Club-Owe wurde letztmalig von Norbert Leibbrand moderiert. Sonntagabend konnte man mit dem 20. Tanzfestival ein Jubiläum feiern. Das Programm wurde von der Tanzschule Gutmann aus Freiburg und Hit-Radio Ohr mitgestaltet. Noch Stunden danach wurde im Radio vom 4-stündigen Show-Spektakel in Weiswel berichtet. Die neu gegründete Weisweiler Tanzgruppe Patchwork landete auf Platz 1. Mittlerweile hat sich dieser Abend zu einem weit über die Grenzen Weisweils hinaus bekannten Event gemausert.


Der Rosenmontagsumzug stand unter dem Motto Tresch-Air. Am Dienstag nach der Fasent-Verbrennung startete einer der schönsten Grosili-Owe seit Jahren.

Im September verstirbt nach langer Krankheit ein Mitgründer und auch langjähriges Mitglied des 11-Rates Manfred Gräßlin.

Am 11.11.2009 um 20.11 Uhr trafen sich die Weisweiler Narren im Bürgersaal des Rathauses zur Eröffnung der 5. Jahreszeit. Die Auftaktveranstaltung hatte einen feuchtfröhlichen Charakter. Die frischgebackenen Elferräte mussten in nicht einmal fünf Minuten sechs Gläser Apfelwein trinken und waren somit offiziell eingeweiht in die 11-Rats-Runde. Auch bei den Hästrägern konnte man Zuwachs vermelden. Svenja Kern, Christina Baumann, Katrin Schmidt und Manuel Göhri traten offiziell den Kolibachern bei. Der Abend wurde vom Fanfarenzug umrahmt. Dieter Ehret vertrat das Gemeindeoberhaupt.
Trotz kaltem Winterwetter waren viele Narren zur Fasenteröffnung 2010 unterwegs. Präsident Frieder stimmte seit 10 Jahren erstmals wieder das Wiswieler Fasent-Lied an.
Am Samstag fand in der Rheinwaldhalle der 30. FCW-Club-Owe statt. Dieser wurde erstmals vom Fasent-Präsidenten Frieder moderiert. Der Kindernachmittag am Sonntag wurde von Steffi Nickola organisiert. Das 21. Tanzfestival stand unter dem Motto : King of Pop – Michael Jackson. Die Warteschlange vor der Halle zog sich bis auf die Rheinstrasse. Der Abend wurde von der Presse als „einer der schönsten Hingucker der Fasent“ bezeichnet.

Am 11.11.2010 wurde die Fasent mit einem Empfang eröffnet. Musikalisch umrahmt wie immer vom Fanfarenzug Ritter Herrmann . Das Wiswieler-Fasent-Lied wurde gesungen und ein Fasent-Quiz durchgeführt. Dieter Ehret begrüßte die Narren im Namen der Gemeinde und rief dazu auf dieses Brauchtum weiterhin zu pflegen.Bei der Fasent-Eröffnung 2011 wurde das Wiswieler Fasent-Lied erstmals vom Musikverein begleitet. Der Notensatz wurde vom Präsident Frieder Heidt spendiert.
Freitagmorgen nahmen sich die Elferräte einen Besuch in der Kinderschule vor. Man erschien in Hemdklunker, Numé und als Elferrat. Präsident Frieder stellte den froh gelaunten Kindern die Fasent-Figuren vor. Es wurde Fragen rund um die Fasent gestellt, man sang das Wiswieler Fasent-Lied , schunkelte und machte mit den Kindern ein Polonaise. Danach gab es Süßigkeiten.
Die Räte waren danach wie jedes Jahr im Rathaus zum Katerfrühstück eingeladen.
Der Club-Owe bescherte eine volle Halle, ein kurzweiliges Programm bis Mitternacht und einen lautstarken Abschluss durch die Wyhler Guggemusik Hornigler.
Unter Mitwirkung der Schulkinder fand Sonntagmittag der Kindernachmittag statt.
Sonntagabend startete das 22. Tanz- und Ballettfestival mit einer Eröffnungsshow der Tanzschule Gutmann. 16 Tanzgruppen, davon 5 Herren stellten sich der Jury. Dieser Abend ist mittlerweile eine feste Größe an Fastnacht und bekannt von Offenburg bis Freiburg. Kaum hatte die Halle geöffnet war sie auch schon randlos gefüllt. Auf der Bühne sah man die Höhepunkte der Tanzgruppen aus der ganzen Region an einem einzigen Abend. Tolle Kostüme, flotte Tänze und auch spaßige Auftritte waren mit dabei. Selbst die Juroren der Tanzschule Gutmann aus Freiburg waren wieder beeindruckt was hier geboten wird. Diese Herren boten dann auch in der zweiten Pause eine atemberaubende Show. Fast 11 Minuten präsentieren sie die Show "Timemachine" - eine unbeschreibliche Vielfalt von Musik und Tanz.
16 einheimische Gruppen nahmen an unserem Rosen-montagsumzug teil. Das muss uns erst mal einer nachmachen. Bei strahlendem Sonnenschein zog man durch Weisweil. "Weisweil unter sich" wie die Presse schrieb - klein aber fein. Die Kampagne wurde mit der Fasent-Verbrennung am Gießen und dem traditionellen Grosili-Owe beschlossen.


Bei der Fasenteröffnung am 11.11.2011 konnte Präsident Frieder bei großem Andrang im Rathaussaal wieder eine neue Gruppe vorstellen. Unter Leitung von Bianca Disch und Manu Dorer wurde erstmals die neu gegründete Mini-Garde vorgestellt. Freudig präsentierten sie unter viel Applaus ihren ersten Auftritt.


An diesem Abend wurde Manuel Göhri, der zuvor zwei Jahre schon in den Kolibachern war, als Elferrat vereidigt. Drei neue Kolibacher (Alex Gerber, Sabrina Bolz und Christina Schmidt) konnten getauft werden. Folgende Kolibacher wurde von Frieder geehrt. Für 25 Jahre Michael Stöcklin. Für 15 Jahre Timo Winkler, Mike Stöcklin und Kai Fischer. Für 10 Jahre Jasmin Ehret, Linda Zimmermann, Andrea Schmidt und Serina Haser.. Der Abend wurde mit einer Fasent - Eröffnungsparty im Sportheim des FCW beschlossen.

Am 6.1.2012 fiel der Startschuss zum 28. Berg un Tal Narrentreffen in Weisweil. Man traf sich mit den befreundeten Zünften von Berg un Tal zur offiziellen Narrenschildübergabe. Der letztjährige Veranstalter – Heimbacher Waldteufel – brachten das Schild nach Weisweil. Der Vorsitzende Achim Stelz überbrachte Präsident Frieder Heidt in Reimform das Schild und überreichte viele Kleinigkeiten (wie Nerventee, Aspirin usw.) um die Kampagne überstehen zu können. Man saß bis in den späten Abend gemütlich zusammen.

Am 28. und 29. Januar 2012 war es dann soweit. Ein schöner und sehr gelungeener Start war der erste ökumensiche Narrengottesdienst in der Weisweiler Kirche. Frau Pfarrerin Pietzke und Herr Pfarrer Maier aus Oberhausen fanden die richttigen Worte für die bunte Narrenschar in der vollen Weisweiler Kirche. Ein speziell gegründeter Projektchor mit Band umrahmte den Gottesdienst. Danach ging es in die Rheinwaldhalle zum Berg un Tal Zunftabend. Ein vierstündiges Programm wurde dort präsentiert. Parallel startete um 21 Uhr die SWR 3 Dance Night in der Reithalle. Insgesamt hatte man an diesem Abend rund 4.000 Gäste in Weisweil. Sonntagfrüh lud die Gemeinde zum Zunftmeisterempfang in die Aula der Schule ein. Bei frostigen Temperaturen startete dann der große Umzug durch Weisweil mit run 3.000 Hästrägern und Musikern Richtung Reithalle, wo man den Tag fröhlich ausklingen lies.

Am Fastnachtssonntag 2014 feierte das Tanz- und Ballettfestival seinen 25. Geburtstag mit einem Jubiläumsprogramm in der Rheinwaldhalle. Ein Feuerwerk vor der Halle gab den Startschuss zum einem vierstündigen Programm. Die Halle platzte aus allen Nähten und man konnte ein berauschendes Showspektakel mit 13 Tanzgruppen auf der Bühne erleben.

Stand 2014