Tanzfestival 2018 in Weisweil

BZ Artikel

Die Jury hat die Qual der Wahl Von Marie Wintergerst Mi, 14. Februar 2018

Elf Formationen begeistern beim Tanzfestival in der Weisweiler Rheinwaldhalle / Am Ende schafft es das "Teenie Ballett Sendewelle" aus Altdorf auf Platz eins. Die Erst- und Zweitplatzierten kamen aus Altdorf: Das „Teenie Ballett Sendewelle“ und das „Sendewelle Ballett“. 

Ebenfalls mit dabei: die „Happy Dance Group“ (oben) aus Emmendingen und das Damenballett aus Wyhl Foto: Marie Wintergerst Die Erst- und Zweitplatzierten kamen aus Altdorf: Das „Teenie Ballett Sendewelle“ (oben) und das „Sendewelle Ballett“. Foto: Marie Wintergerst Foto: Marie Wintergerst 1234 Drucken Vorlesen Verlinken Fehler melden WEISWEIL. Bereits zum 28. Mal begeisterten am Sonntagabend verschiedene Formationen aus der Region beim Tanzfestival in Weisweil. Elf Tanzgruppen nahmen teil. Sie heizten – wie vom Veranstalter zu Beginn des Abends gewünscht – mit ihren Auftritten in der vollbesetzten Rheinwaldhalle den Besuchern so richtig ein. Sieger wurde am Ende das "Teenie Ballett Sendewelle" aus Altdorf. Vor und nach den Auftritten der Wettbewerbsteilnehmer boten die "True Knights" der Tanzschule Gutmann und "Zamantas Crew" aus Freiburg professionelle Showeinlagen. Auch in diesem Jahr hatte es die vierköpfige Jury nicht leicht. Insgesamt elf verschiedene Tänze galt es zu bewerten. Keine Darbietung glich der anderen. Die Fastnachtstanzgruppen aus der Region stellten mit ihren Darbietungen ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis. Ob als Zauberer, Elfen, Ärzte oder Agenten – ein bunter Mix aus verschiedenen Themengebieten bot den Zuschauern einen unterhaltsamen Abend und sorgte für gute Stimmung. Das neue Konzept des Veranstalters, "weniger Tanzgruppen, mehr Fasnet", aber keines falls weniger Professionalität, ging auch im zweiten Jahr in Folge auf. Friedrich Heidt, seit 2002 Organisator des Tanzfestivals, und seine Moderationspartnerin Katrin Schmidt führten an diesem Abend zum letzten Mal durch das Programm und verabschiedeten sich vom Publikum. Für die Formation "Fasent Feed" aus Oberhausen öffnete sich als Erstes der Vorhang. Die Gruppe ertanzte sich mit ihrer Showeinlage zum Thema "Kalt und Heiß" den dritten Platz. Als Cleopatras verkleidet, nahmen die Tänzerinnen der Hexenzunft Grafenhausen das Publikum mit auf eine Reise nach Ägypten. Mit ihrem ersten Auftritt in Weisweil schaffte es die Formation "Teenie Ballett Sendewelle" aus Altdorf gleich auf den ersten Platz. Die 13 Mädchen ernteten für ihren Tanz unter dem Motto "Waldelfen" besonders viel Applaus vom Publikum. Darauf folgte der Auftritt der wohl erfahrensten Gruppe, "Montags kann ich", aus Wagenstadt mit ihrem Auftritt zum Thema "James Bond". Mit dem "Schwänli-Tanz" erzählte die zweite Tanzgruppe aus Oberhausen, die Gruppe "Dance United", die Geschichte eines frisch geschlüpften Schwanes. Verarzten lassen konnte man sich von der Tanzgarde Forchheim. Die 13 Tänzerinnen standen als "Dance Anatomy" zum zweiten Mal in Weisweil auf der Bühne. Die erfahrene Hobbytanzgruppe "Happy Dance Group" aus Emmendingen trat als Zauberer auf, die Formation "Devotion" des Turnvereins Wyhl bot einen ausdrucksstarken Tanz zum Thema "Logan". Die seit einem Jahr bestehende Tanzgruppe "Daisy Chains" des TV Wyhl servierte ein Menü im "American Diner". Als vorletzte ging die Tanzgruppe "Sendewelle Ballett Altdorf" an den Start. Diese Formation ist schon seit Beginn des Weisweiler Tanzfestivals dabei. Diesmal war "Harry Potter" das Thema ihres Tanzes. Am Ende belegten die Tänzerinnen damit den zweiten Platz. Den Abschluss des Abends bildete der Auftritt des Damenballetts aus Wyhl. Die Tänzerinnen machten als "Häftlinge" die Bühne unsicher. Zwischendurch und nach dem Wettbewerb unterhielt DJ Kermit aus Freiburg die Besucher und lud auch sie zum Tanzen ein.

BZ Bericht : Überraschung beim Club-Owe

Von Ilona Hüge  - Mo, 12. Februar 2018

38. Fasnetsball des FC Weisweil begeistert das Publikum / Fast der ganze Elferrat hört auf.

Der Club-Owe hatte am Samstag ein Programm, das sich sehen lassen konnte. Beliebte und bekannte Fasneter aus dem Ort traten auf, die FCW-Aktiven waren mit Damen und Herren dabei, aus der Nachbarschaft kamen Gäste mit Gesang und Tanz. Der Anfang wurde nach guter Club-Owe-Sitte gestaltet. Fanfarenzug, Gardemädchen, Kolibacher und Elferräte zogen ein, Elferratspräsi Frieder Heidt begrüßte die Gäste, freute sich übers volle Haus und gemeinsam mit dem ganzen Saal wurde das Wiswieler Fasent-Lied angestimmt.

Der erste Auftritt gehörte den Gardemädchen: Mini-und Midi-Garde traten gemeinsam auf, von Bianca Disch zu einer lebhaften Gruppe zusammengestellt. Mit ihren rotweißen Schirmen boten sie neben Gardetanz auch eine kleine Showeinlage. Die FCW-Damen hielten ihren Auftritt bewusst närrisch: "Hambltanz" hieß die Nummer, bei der Aktivenbeine in unterschiedlichen Hosen steckten.

Die Wiswieler Kolibacher zeigten in ihrem Showtanz Landleben zwischen Krachlederner und Kühen. "Dance United" aus Oberhausen, die Junioren der "Fasent Feed", waren zum ersten Mal dabei und zeigten ihren "Schwänli-Tanz". Die "strammen Schengele" kamen ebenfalls auf die Bühne. Letztes Jahr waren sie als Ersatz für die große Garde aufgetreten, die sich aufgelöst hatte. Den Herren machte es aber so viel Spaß, dass sie eine weitere Saison einlegten, jetzt mit eigenem Täfelebub und inzwischen bestem Erfolg in Wagenstadt und beim Kolibacher-Jubiläum und selbstverständlich großem Club-Owe-Applaus.

Dazwischen ging es fleißig in die Bütt. Elferratspräsi Frieder Heidt berichtete vom Kindertraum, auch mal ne Elferratskappe zu haben. In Wirklichkeit aber sei der Job beschwerlich, mit Arbeit "nur für Kapp und Orden". Heide Stary kam mit "Helga und die Männer" in die Bütt. "’S Kirche-Miesli" Rosemarie Schmidt nutzte die Gelegenheit, endlich einmal von allen Pfarrern im Weisweiler Gotteshaus zu erzählen. Hans Klipfel trat mit einem Sketch auf: "Die Mauer" wurde aufgebaut, diesmal in Weisweils Ortsmitte. Daniel Medla kam mit Gitarre und Gesang als "Ä Single-Maidli" von Oberhausen nach Weisweil.

Unangekündigt traten "Mannis Neffen" auf. Nachdem Manfred Klipfel als Chef vum Protokoll in Ruhestand gegangen ist, erzählten die beiden (Steffi Rodenberg und Daniela Klank) nun ungeniert, was bei Onkel Manni so alles passiert. Die aktiven FCW-Herren brachten eine Schau auf die Bühne. Mit ihnen gab es "Herzblatt", bei dem "Uschi" unter den drei Kandidaten Gudi Rossmann, Steinz Nöcklin und Gennis Derich wählen durfte.

Nach der Pause ging es feierlich zu. Der ganze britische Hofstaat reiste an, mit Queen (Manfred Klipfel), Prinzgemahl (Norbert Leibbrand) und einem gestrengen Majordomus (Keno Heyenga) und vielen anderen Stars als Royals. Sie verkündeten auf der Bühne, dass sie ihren Ruhesitz im großen weißen Haus zu Weisweil nehmen, wo es freilich noch Keller und Dach zu sanieren gelte. Sie empfingen ausgewählte Weisweiler Prominenz, und kündeten Veränderungen an. Künftig sagt die Queen, wo es langgeht, und dazu gehört etwa Hut-Pflicht bei Weisweils Pfingstturnier.

Bei einem Schwarzlichtauftritt zeigten Heidi und Freunde "mexikanische Hühner", die FCW-Herrren setzten mit einer Verlosung unter dem Stichwort "Geh aufs Ganze" den Schlusspunkt.

Ernst wurde es nach dem bunten närrischen Programm erst deutlich nach Mitternacht. "Badens schönster Elferrat" kam zum Schluss in eigener Sache auf die Bühne, mit einer Bekanntmachung, die überraschte. Frieder Heidt, seit 18 Jahren FCW-Elferrat, seit 15 Jahren Elferratspräsi, unermüdlicher Ideengeber und Motor der FCW-Fasent, räumt seinen Sitz. Mit ihm gehen auch die anderen Elferräte Hans Klipfel, Nico Ehret, Lukas Gerhart, Michael Rodenberg, Christian Fechter, Manuel Göhri, Florian Kaiser und Jens Gerich. Nur Marco Raith will weitermachen. Zum Wie und Warum gab es keine Aussagen. Statt Diskussionen forderten die Elferräte ihr Publikum auf, Fasent zu feiern und die Tage bis zur Fasentverbrennung zu genießen.

 

Kolibacher künftig eigener Verein (BZ12.10.17)

Trennung vom Fußballclub Weisweil bei außerordentlicher Mitgliederversammlung beschlossen.

Volles Haus: Zur außerordentlichen Mitgliederversammlung waren 90 Stimmberechtigte ins Clubheim gekommen. Foto: Ilona Hüge

WEISWEIL. Die Kolibacher sind künftig ein eigener Verein. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußballclubs Weisweil wurde der Trennung von FCW und Narrenzunft zugestimmt. Die Kolibacher wurden im Jahr 1985 vom FCW ins Leben gerufen. Zur Fasnet, an deren Veranstaltungen sich nichts ändern soll, wurde eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen vereinbart. Einen Antrag gab es zur künftigen Regelung der Arbeitseinsätze beim FCW.

90 stimmberechtigte Mitglieder und Gäste waren zu der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußballclubs gekommen. Im Mittelpunkt stand die zukünftige Eigenständigkeit der Kolibacher. Die Kolibacher hatten sich mit der Bitte um Trennung an den FCW gewandt. Dafür gibt es zwei Gründe: Die Narrenzunft, die aus dem FCW heraus gegründet wurde, ist mit den Jahren gewachsen. Der zweite Grund ist ein steuerlicher Vorteil, wenn beide Vereine getrennt wirtschaften.

Die Versammlung stimmte ohne Gegenstimme bei neun Enthaltungen für die Eigenständigkeit der Kolibacher.

An der Zusammenarbeit bei der Fasnet soll sich nichts ändern. Dafür wurde eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Der FCW bleibt wie bisher Veranstalter des traditionellen "Wiswieler Club-Owe", an dem sich die Kolibacher beteiligen, und er bleibt Ausrichter des Rosenmontagsumzuges.

Der Fußballclub änderte als Folge der Trennung seine Satzung. Der Vorstand nutzte die Gelegenheit, die vielen Mitglieder im Clubheim auf anstehende Veränderungen hinzuweisen. Frieder Heidt, seit 17 Jahren Schriftführer und für den FCW mit weiteren zahlreichen Aufgaben im Einsatz, wird sein Amt bei der Generalversammlung im März 2018 abgeben. Er will sich künftig nur noch um die Fasnet kümmern. Die FCW-Vorsitzende Petra Grabisch und Sportvorstand Andreas Baab appellierten an die Mitglieder, im FCW Verantwortung zu übernehmen. "Wir sind total überfordert", sagten sie zur Arbeit, die derzeit von vier Vorstandsmitgliedern gestemmt werden müsse.

In Vorbereitung auf die Generalversammlung beschlossen Mitglieder, die Helferstunden zu regeln. Wie viele Arbeitsstunden die Mitglieder künftig pro Jahr aufwenden müssen und mit welchem Betrag sie nicht geleistete Arbeitsstunden finanziell abgelten sollen, soll ein Konzept regeln. Die Vorstandschaft will es bei der Generalversammlung vorlegen.

Tanzfestival 2017 / Badische Zeitung vom 1.3.17

Choreografisch ausdrucksstark

Tanzfestival in Weisweil nach einjähriger Pause und in abgespeckter Form: Die Sendewelle Altdorf siegt bei den Frauen.

  1. „Die Frischen Putzfrauen“ vom Hästrägerballett Rust Foto: Christiane Franz

  2. Das Sendewelle-Ballett hat das Tanzfestival in Weisweil bei den Frauen gewonnen. Foto: Christine Franz

  3. „Die Frischen Putzfrauen“ vom Hästrägerballett Rust Foto: Christiane Franz

  4. Das Sendewelle-Ballett hat das Tanzfestival in Weisweil bei den Frauen gewonnen. Foto: Christine Franz

WEISWEIL/  Nach einer schöpferischen einjährigen Pause ging es beim Tanzfestival am Sonntagabend in der Rheinwaldhalle "zurück zu den Wurzeln", wie es vom Veranstalter hieß. Nur Tanzgruppen, die einer Zunft angehören, oder solche, die ausschließlich an Fastnacht tanzen, durften sich bewerben. Zehn stellten sich dem Urteil der Jury. Es siegte bei den Damen die Sendewelle aus Altdorf und bei den Herren Rhythm & Magic aus Oberhausen.

Die nicht mehr zu bewältigenden Zuschauermengen sowie die Kritik der teilnehmenden Fastnachtstanzgruppen hatten die Veranstalter zu einer kreativen einjährigen Pause bewegt, um das Konzept des über Weisweil hinaus beliebten Tanzfestivals in Rücksprache mit früheren Teilnehmern zu überarbeiten. "Es ist ein Neustart", sagte Organisator Friedrich Heidt gegenüber der Badischen Zeitung. Er war sichtlich erfreut, dass das Konzept aufging: "In der Halle ist viel weniger Gedränge als in den Vorjahren. Und bei den Teilnehmern haben wir diesmal auch wieder zwei Gruppen mit jungen Tänzerinnen."

Acht Frauengruppen und zwei Männergruppen am Start
Zum 27. Mal öffnete sich der Vorhang, um den Tanzgruppen die Bühne für den Wettbewerb freizugeben. Statt der zuletzt bis zu 16 Gruppen maßen sich dieses Mal zehn Formationen, davon acht Frauen- und zwei Männerteams. Erst um Mitternacht fiel die Entscheidung der vierköpfigen Jury. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Im Vordergrund stand der Spaßfaktor: Welche Gruppe hat ihn am meisten gezeigt?", erläuterte Juror Heinrich Herrmann, Tanzlehrer bei der Tanzschule Gutmann. Durch das Programm führten Friedrich Heidt und Katrin Schmidt.

Die Ersten in der Startfolge, die ausgelost wurden, gingen als Sieger hervor. Schon seit den Anfängen des Tanzfestivals ist die Formation Sendewelle aus Altdorf mit dabei. Die Gruppe aus 17 Tänzerinnen hatte sich in diesem Jahr neu gebildet und überzeugte die Jury mit ihrem Auftritt als "Paradiesvögel". Als "Frische Putzfrauen" traten die acht Mädels des Hästräger-Balletts aus Rust an, die seit vier Jahren gemeinsam tanzen. Bei den Männern maßen sich zwei Formationen. Als "Chinesischer Drache" zog das Herrenballett Social Wyhl von der Narrengilde Wyhl, die zum ersten Mal startete, in die voll besetzte Rheinwaldhalle ein. Die Sieger Rhythm & Magic aus Oberhausen waren als altbewährte Gruppe mit dabei und überzeugten mit ihrem Auftritt als "Ghostbusters".

Club-Owe 2017 / Badische Zeitung 27.2.17

Tanz und Bütt, Schau und Gesang

Weisweiler Clubowe mit schönem Programm und gut gelaunten Akteuren / Ovationen zum Abschied von Manfred Klipfel.

  1. Club-Owe in Weisweil: Der Chef vum Protokoll (Manfred Klipfel) hat sich aus der Bütt verabschiedet. Foto: Ilona Huege

  2. Clubowe in Weisweil: Die FCW Damen bei der Mini-Playback-Show Foto: Ilona Huege

  3. Clubowe in Weisweil: Ehrung für Oberkolibacher Kai Fischer (l) und Michael Stöcklin (2.v.r) Foto: Ilona Huege

  4. Club-Owe in Weisweil: Der Chef vum Protokoll (Manfred Klipfel) hat sich aus der Bütt verabschiedet. Foto: Ilona Huege

  5. Clubowe in Weisweil: Die FCW Damen bei der Mini-Playback-Show Foto: Ilona Huege

WEISWEIL. Tanz und Bütt, Schau und Gesang sowie eine Ehrung auf großer Bühne für zwei langjährige Kolibacher bestimmten das Programm beim Clubowe des Fußballclubs Weisweil. Es traten Gäste auf und Wiswieler Originale. Der Chef vom Protokoll alias Manfred Klipfel nahm am Samstag seinen Bühnenabschied und wurde mit Ovationen gefeiert.

Der Einmarsch erfolgte mit einer großen Schar von Kolibachern, angeführt vom Fanfarenzug Ritter Hermann und zwei Tanzgarden im Mini- und Midi-Alter. Die große Runde zur Begrüßung durch Elferrats-Präsi Frieder Heidt gab auch den Rahmen für Ehrungen. Die Kolibacher machen das sonst am elften Elften, aber für Oberkolibacher Kai Fischer und für Michael Stöcklin gab es eine Ausnahme. Kai Fischer ist seit 20 Jahren in der Zunft und seit fünf Jahren Oberkolibacher. Michael Stöcklin ist seit 30 Jahren dabei: Er lief schon im Alter von acht Jahren mit.

Nach dem Wiswieler Fasentlied folgte ein erster Höhepunkt des Clubowe. Der Auftritt der Mini-Grade mit elf Gardemächen im Alter zwischen fünf und neun Jahren erwies sich als Publikumshit. Trainerin Bianca Disch bekam verdienten Applaus. Sie trainiert auch die sieben etwas älteren jungen Damen der Midi-Garde, die nach den Jungstars an der Reihe waren und ihren Auftritt mit Akrobatik würzten. Im ersten Teil des Abends waren auch Show-Tänze von Gästen zu sehen: Die Happy Dance Group aus Emmendingen zeigte Aerobic der 1980er Jahre, die Fasent Feed aus Oberhausen kamen im Meerjungfrauen-Kostüm.

Die Trauerschnallen um Heidi Stary boten den gelungenen Kontrast. Sie sangen bedächtig vom Dorfgeschehen, vom Pferderennen durch den Ort mit Rössern ohne Reiter, vom Prost auf Pfarrers Nachwuchs mit dem Rum der echten Ostfriesen-Mischung und vom Narrentreffen bei Berg un Tal. Letzteres haben sie zudem in Form einer einzigartigen Narrenkappe für den jüngsten Elferrat dokumentiert.

Dann kam der Chef vum Protokoll. Manfred Klipfel verbindet seit Jahren Dorfgeschehen mit Witz und etwas Politik zu einer unterhaltsamen Mischung. Auch Weisweil hat jetzt mit dem sanierten Rathaus sein "Weißes Haus", in dem der Protokollchef "lauter Trumps im Bürgersaal sitzen" sah. Er hatte auch Junggesellinnen-Abschiede beobachtet, den verzögerten Vorstandswechsel beim FCW ebenso kommentiert wie das Messer-Zücken der Prominenz beim Neujahrsempfang. "Ich tritt ab, für mich isch’s um", sagte er am Ende. Das Publikum bedankte sich für viele Jahre Freude am Chef vum Protokoll mit großer Geste: Die Narrenschar in der Halle stand zum Applaus auf.

Nach der Pause kamen "Keno und Norbert als "Die Zwillinge" auf die Bühne. Pfarrer und Gemeinderat erschienen im ländlichen Dress, waren auf der Suche nach einer Frau, und wurden bei ihrem Liedle von Lukas Schweizer am kirchlichen Keyboard begleitet. Der Schautanz der Kolibacher kam an, der TuS Köngischaffhausen schickte Rockerinnen auf die Bühne. Die Aktiven Herren des FCW zeigten einen ganz normalen Sonntag im Fan-Hisli, die Damenmannschaft bot eine bunte Mini-Playback-Show samt charmanter Moderatorin. Der Hit des Abends steckte hinter dem Titel "Stramme Schenkeli". Keno und Norbert und vier weitere bekannte Weisweiler trösteten den Elferrat darüber hinweg, dass es dies Jahr keine erwachsene Garde gab. Sie schlüpften ins Gardekostüm und machten ihre Sache so gut, dass das Publikum trotz vorgerückter Stunde eine Zugabe verlangte.

http://www.badische-zeitung.de/weisweil/volles-haus-beim-clubowe-des-fcw--117249869.html

Buntes Programm mit bekannten Akteuren und neuen Auftritten

Nach vielen Jahren ist der Elferrat wieder komplett.

  1. FCW-Clubowe in Weisweil: Aktive Damen- und Herren-Elf auf der Suche nach dem Supertalent Foto: Ilona Huege

  2. FCW-Clubowe in Weisweil: Carmen & Friends ließen den Rolli rockenFoto: Ilona Huege

WEISWEIL. Der FCW-Clubowe hat am Samstag für ein volles Haus gesorgt: Die Gäste in der Rheinwaldhalle erlebten ein buntes Programm mit bekannten Akteuren und neuen Auftritten. Zum letzten Mal trat die große Grade auf, die in dieser Besetzung seit zehn Jahren zusammen war. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist nach der Vereidigung am Clubowe der FCW Elferrat komplett besetzt.Zum Auftakt zogen Fanfarenzug, Mini-Garde, Garde, Kolibacher und der Elferrat auf die Bühne. Den Dank gab es vornweg: An alle Akteure, die bei den zwölf Programmpunkten mitmachten, für alle Helfer, die für den Clubowe auf den Beinen waren, und ans zahlreich erschienene Publikum.

Die Vereidigung der neuen Elferräte Marco Raith und Florian Kaiser stand ebenfalls am Anfang: "Elf Elferräte, das gibt es nicht immer in Wiswiel", merkte Elferrats-Präsi Frieder Heidt an.

Die Mini-Garde hatte ihren großen Auftritt bestens vorbereitet: "Es rappelt im Karton" hieß die Nummer. Auch die dreizehn Gardetänzerinnen – die Jüngste vier und ein halbes Jahr alt – waren zum Clubowe komplett auf der Bühne. Die vielen jungen Talente trösteten etwas beim Abschied von der großen Garde: Die sieben Gardetänzerinnen waren seit zehn Jahren zusammen und standen am Samstag zum letzten Gardetanz auf der Bühne. Sie wollen auch künftig tanzen, dann aber als Showgruppe.

Die Garde der Moorgeischder war mit fünf Tänzerinnen in ihren schwarzgrauen Kostümen dabei. Auch "Carmen & Friends", die Original Wiswieler Frauengruppe um Carmen Klipfel, hatte sich dem Tanz verschrieben. "Rolling Old Bones" begann als gemächliche Nummer mit Rollator und steigerte sich zum satten Rock’n’ Roll mit den Rollis. Selbst Frau Wäber alias Heide Stary schwang das Tanzbein: Dazu holte sie sich als Tanzparnter den Bürgermeister auf die Bühne, der allerdings zuerst mit ihr "Der Hut muss mit" rappen musste.

In die Bütt kam Manfred Klipfel. Der bekannte "Chef vum Protokoll" plauderte wie gewohnt aus dem Nähkästchen: Vom Plumpsen in die Badewanne im Haagmatten-Garten, von der Begeisterung auf den hinteren Kirchenbänken für den flotten und dynamischen Pfarrer, von der Hausschlachtung beim Feuerwehrkommandanten und dem Trainerschwund beim FCW hatte er zu berichten.

Dorfgeschehen stellten auch Frieder Heidt und Uta Moser vor. "Mir sind mit dem Radl do" hieß ihr Beitrag, und auf ihrer Runde durchs Dorf gab es auch allerlei zu entdecken, samt neuen Ideen für Parkplatz-Anlagen oder die Sanierung der FCW-Kasse.

Der Clubowe steigerte sich: "Unser beschder Owe" brachte das Duo Keno & Norbert auf die Bühne. Das gestandene Wiswieler Original Norbert Leibbrand, seit mehr als 25 Jahren auf der Bühne, und Pfarrer Keno Heyenga mit seinem dritten Auftritt bei einem Clubowe, kamen fesch gestylt im Grosili-Dress. Der Grosili-Abend mag zwar wegfallen, doch die Beiden auf der Bühne kommentierten das Bedauern darüber so launig, dass das Publikum hellauf begeistert war. Am Ende gab es noch ein Tänzchen: "Ein Kreisrat muss es mindestens sein", lautete die Vorgabe in den Saal und auch der örtliche Ex-Landtagsabgeordnete musste der "Damenwahl" folgen.

"Das Supertalent" hieß die Schau, die die FCW-Aktiven nach dem Vorbild Gottschalk und der Jury Dieter/Silvie/Bruce auf die Bühne brachten. Damen- und Herren-Team stellten gemeinsam die mitwirkenden Talente wie die Rheinwaldschönheiten alias Mittwochsturnerinnen oder die Fähnchen im Wind dar, holten Heinz "the funny one" (Stöcklin) mit Witzen oder das magische Duo auf die Bühne, das rund um Weisweils Rathauschef zauberte. Am Ende siegte die Putzfee, die sich als wahre Dancing Queen (Simon Wörner) erwies.

Zwei Showtanzgruppen, die es sonst am Sonntag beim Ballettfestival zu sehen gab, kamen in diesem Jahr zum Clubowe. Die "Fasent Feed Oberhausen" tanzten das Märchen vom "Froschkönig", die Tanzgruppe des Clara-Schumann-Gymnasiums Lahr brachte eine schon fast akrobatische Tanznummer aus dem "Reich Kleopatras" an den Rhein und sorgte für einen fantastischen Abschluss.

Integration auch an der Fasent in Weisweil

http://www.badische-zeitung.de/weisweil/wochenspiegel-integration-mit-haend-und-fuess--117108639.html

BZ Artikel / Interview mit dem Präsi zur Absage des Tanzfestivals 2016

http://www.badische-zeitung.de/weisweil/wir-gehen-zurueck-zu-reinen-fasentsgruppen--116224373.html

BZ Artikel zur Fasent-Eröffnung am 14.11.2015

Grosili-Abend wird gestrichen

Resonanz ist zu gering / Eröffnung der Fasnet in Weisweil.

 

Fasnetseröffnung: Mit Kolibacher, Minigarde, Fanfarenzug und einem kompletten Elferrat ist der Fußballclub in die neue Saison gestartet. Foto: Hüge

WEISWEIL. Der FC Weisweil hat am Samstag die Fasnet eröffnet. Der Auftakt im Clubheim war ungewöhnlich, und auch für das Programm wird es einige Änderungen geben. Frieder Heidt stellte sie vor.

Der Fanfarenzug Ritter Hermann 1242 Weisweil spielte zum Auftakt, Kolibacher, Garde, Elferräte und Gäste waren gekommen. Eröffnet wurde ausnahmsweise nicht am 11.11. und auch nicht im Rathaus. Die Verlegung fand mit Rücksicht auf den Martinsumzug und die anstehende Rathaussanierung statt.

Der Elferrat wird 2016 komplett sein. Marco Raith wird das Team endlich auf elf Köpfe bringen. Er ist mit 20 Jahren der Jüngste in der Mannschaft, die aber auch ohne ihn schon ein junges Durchschnittsalter von 35 Jahren hatte. Bei den Kolibachern vertrat Andrea Hermann am Abend den Oberkoli. Sie taufte den Neuling Marc Reimann zünftig mit Äpfelwi und einer Runde Sackhüpfen im Häs samt Apfel.

Bürgermeister Michael Baumann reimte ebenfalls zur Eröffnung. An der kommenden Fasnet wird das Rathaus Baustelle sein, die Schüsselübergabe vermutlich vor dem Ausweichquartier der Verwaltung an der "alten Schule" stattfinden. Mit dem Wiswieler Fasnetslied ging es weiter, dann hatte die Minigarde ihren Auftritt. Elf Mädchen trainiert Bianca Disch, und sie hatten bei der Eröffnung ihren Tanz schon ganz gut drauf.

Zum Schluss informierte Frieder Heidt über die Änderungen im Fasnetsprogramm. Sie betreffen vor allem den Dienstag. Der Grosili-Abend wird gestrichen, nachdem die Bemühungen zum Erhalt nur auf wenig Resonanz stießen. Die Fasnetsverbrennung findet gleich in den ersten Minuten des Dienstags statt, nach Mitternacht und am Feuerwehrgerätehaus. Dort öffnet die Feuerwehr zum Rosenmontag ihre Blaulicht-Bar.

BZ Artikel Tanzfestival Weisweil 2015

Glanzvolle Shows und Akrobatik

Viel los beim 26. Ballett- und Tanzfestival / Es siegten die Dancing Company Altdorf und die Aktiven der SG Rheinhausen.

  1. Die Sieger: Die Dancing Company Altdorf und Aktiven der SG Rheinhausen. Foto: Christiane Franz

  2. Foto: Christiane Franz

  3. Die Sieger: Die Dancing Company Altdorf und Aktiven der SG Rheinhausen. Foto: Christiane Franz

  4. Foto: Christiane Franz

 

WEISWEIL. Der Andrang beim Weisweiler Tanzfestival war groß und die Rheinwaldhalle gut gefüllt. Dennoch brachte die Reduzierung auf 10 Gruppen die im Vorfeld von den Organisatoren gewünschte Entzerrung beim Einlass und im Saal (die BZ berichtete). Neun Gruppen stellten sich dem Urteil der Jury. Um 23.45 Uhr standen die Sieger fest: Bei den Damen siegte die Dancing Company (Altdorf) mit ihrem Auftritt "Ausflug ins Weltall", bei den Herren die Aktiven der SG Rheinhausen mit "Rhythym Magic Schuhplattler".

Die Dancing Company gehört zu den treuen Gästen beim Tanzfestival und trat bereits zum sechsten Mal auf. Mit ihrem "Ausflug ins Weltall" zeigten sie einen Tanz, den die Jury als "richtig spacig und abgefahren" bezeichnete. In Nebel gehüllt stand die Rakete bereit zum Start und auf Knopfdruck legten die sieben Tänzerinnen im Alter von 17 bis 25 Jahren mit beachtlicher Synchronität los.

Die 12 Tänzer der Aktiven Fußballer der SG Rheinhausen gaben sich ganz bayrisch und zeigten eine ansprechende Mischung aus Schuhplattler sowie Akrobatik. Für den authentischen Anstrich waren ein Schalmeien-Baum sowie eine Akkordeon-Spielerin mit von der Partie. Man könne sich als Breakdancer von ihnen was abschneiden, urteilte die Jury und vergab den Sieg an die Herren aus Rheinhausen.

"Ihr habt super Shows und Tänze gezeigt"
Vier unabhängige Juroren, von denen zwei von der Tanzschule Gutmann aus Freiburg kamen, beurteilten die Gruppen, die oft nur einen halben Punkt auseinanderlagen. "Ihr habt super Shows und Tänze gezeigt", lautete ihr Fazit. Bewertet wurden die Kostümierung, die Ausstrahlung, die Choreografie, die Synchronität sowie Extras.

Bei den Damen kamen die Titelverteidiger Rämässer-Chicks aus Ringsheim auf den zweiten Platz. Diesmal traten sie als "Geishas" zu traditionell asiatischer Musik auf, wobei sich zu Beginn ein riesiger Drache aus dem Publikum auf die Bühne wälzte. Die Rämässer Chicks entwarfen auch diesmal Kostüme und Choreografie selbst und beeindruckten mit eingearbeiteten Ballettelementen.

Dritter wurde das Sendewelle-Ballett aus Altdorf. 15 Tänzerinnen im Alter von 17 bis 30 Jahre fanden sich aus der Narrenzunft Sendewelle zusammen. Mit vielen tänzerischen Elementen und einer ausgefeilten Choreografie ihres Tanzes "Feueramazonen" führten sie vor, wie aus einer Amazone eine Kriegerin des Feuers wird. Den vierten Platz teilten sich die übrigen Teilnehmer. Zum ersten Mal traten die Waddler Damen aus der Narrenzunft der Schträühschöähwaddler aus Amoltern auf. Die elf Tänzerinnen und drei Tänzer begeisterten mit ihrem dreiteiligen Tanz "Tarzan und Jane".

Als Piraten verkleidet marschierten die Tänzerinnen von Dance Attack aus Schmieheim aus dem Publikum auf die Bühne. Die "Pirats on Stage" studierten ihren Tanz selbst ein und nähten dazu die Kostüme.

"Einen wunderbaren Traum" zeigte Fasnet Feed aus Oberhausen, bei der ein Mädchen vor dem Schlafengehen eine Spieluhr mit Tänzerin-Figur aufzog. Im Traum erwachte die Spieluhr-Tänzerin zum Leben. Vervielfacht durch die Tänzerinnen, wirbelte die Spielfigur um das Bett der Schlafenden.

Bei den Herren belegten die Vorjahressieger, das Männerballett Weisweil mit "Auf dem Weg zum Mond" den zweiten Platz. Die acht Tänzer zwischen 19 und 25 Jahren punkteten mit einer amüsanten akrobatischen Mondfahrt zu witziger Musik. Ganz abgedunkelt wurde der Raum für die 10 Tänzer der A-Jugend der SG Rheinhausen. Nach dem Glockenschlag Mitternacht sorgten sie – im Schwarz-Licht als Strichfiguren abstrahiert – für den spannenden und gruseligen Tanz "Round about Downtown".

Und nach Mitternacht ging auch die Party in der Rheinwaldhalle bis in die frühen Morgenstunden weiter.

BZ Artikel ClubOwe 2015

WEISWEIL. Der FCW-Clubowe hat am Samstag in einer bunten Folge Talente aus dem Ort und Gäste aus der Nachbarschaft präsentiert. Das Programm war lang: Mit Garden, Büttenreden, Shows und den Beiträgen von FCW-Damen- und FCW-Männer-Ballett hatte der Clubowe einiges zu bieten.

Mit dem Einzug von Fanfaren, Garden, Kolibacher und Elferräten begann der Clubowe. Elferrats-Präsi Frieder Heidt begrüßte die Gäste, für die in Weisweil auch durchaus ein "Helau" in Ordnung ist, wenn’s besser für den Reim passt. Was zur Wiswiler Fasnet gehört, stellte ein kurzer Auftritt aller Narrengruppen vor, und ein Lied, mit dem der Präsi durch die gut besetzte Rheinwaldhalle zog, mit einem Stopp zu den jeweiligen Akteuren. Die traten nicht für Geld, sondern für Ehr und Beifall auf, wie Heidt am Anfang für kräftiges Handerühren beim Publikum warb.

Das Programm startete mit der Mini-Garde: 14 junge Talente trainierte Bianca Disch in diesem Jahr für den dritten Auftritt unter ihrer Leitung, und das Ergebnis kam gut an. Die große Garde mit sieben Gardedamen, von denen einige seit zehn Jahren dabei sind, kam später am Abend auf die Bühne, routiniert und leistungsstark mit Rad und Spagat. Ihre Garde schickten auch die Moorgeischder, diesmal nicht im Gardekostüm, sondern zum Schautanz in silbernen Pailettenshorts.

Den Anfang in der Bütt machten Hans Klipfel und Jens Gerich. "Alles für die Katz" lautete ihr Motto, unter dem sie kurz und kurzweilig von Fitness, Diät, Haarwuchsmitteln oder Wahlen berichteten. Sie überreichten zudem eine Gabe des Elferrats an einen treuen FCWler: Er erhielt eine wasserfeste Anglerhose, damit er künftig nach Weihnachtsfeiern nicht mehr im Gießen nass wird. Der Beschenkte nahm´s heiter: Er hatte schon selbst vorgebeugt und war mit Schwimmflügeln in die Rheinwaldhalle gekommen.

Als "Chef vum Protokoll" kam Manfred Klipfel in die Bütt. Er hatte wie immer das Jahr über aufgepasst, berichtete vom Rennen zur Gemeinderatswahl, den zwei Top-Damen, von Jochen und seinen Mannen, die gern essen und auch viel vertragen, und vom eiligen Segen in der Kirche vorm WM-Endspiel. Nur vom Bürgermeister gab es nichts zu erfahren, selbst seine Frau grüßt nett. Für die Zukunft machte sich der Chef vom Protokoll daher echt Sorgen. Solche hatte bereits die "geplagte Ehefrau" eines Elferrats. Uta Moser und Frieder Heidt gaben munter und musikalisch Szenen aus einem Eheleben zum Besten, getränkt von der Erfahrung, dass der Göttergatte eben vorwiegend fasnächtlich-fröhlich außer Haus weilt.

Den meisten Beifall gab es für die FC-Aktiven
"Ein Hoch auf uns" ließen die Fahnenschwinger des Fanfarenzugs zu ihrer Schwarzlicht-Schau spielen, und sie erhielten für ihre Vorführung sogar ein spontanes "Bravo" aus dem Publikum. Nach ihnen rückte die "Wiswieler Dreifaltigkeit" mit Katrin an. Der "Hauptgewinn" zeigte den Pfarrer (Keno Heyenga) als flirtenden Studenten, der mit seinen Eltern (Rosemarie Schmidt und Norbert Leibbrand) vom Rhinwald-Airport auf die Gewinnreise nach Gran Canaria starten will. Die nette Flugbegleiterin (Katrin Schmidt) servierte Häppchen, doch echte Wiswiler essen lieber Wurst oder "Pfuddle". Einig war sich das Quartett auf der Bühne beim hinreißenden Song über den Kiosk am Rhein, natürlich bei Sonnenuntergang. Carmen und Freunde kamen zwei Mal auf die Bühne. Die "Trauerschnallen" gehen mit der Zeit, in diesem Jahr kamen zwei von ihnen gar im Minirock. Kein Wunder, später gab es vom gleichen Team die "besondere Modenschau", mit Milch- und Mehlsack-Mode, fein gefälteltem Zeitungsdress oder barocker Tapeten-Abendrobe. Präsentiert wurde diese Augenweide von Karl Lagerfeld alias Patrick Müller.

Außer den heimischen Talenten gab es beim 35. FCW-Clubowe auch noch Gastauftritte: Vom TSC Teningen kam die Schautanzgruppe "Effect" und von den Nachbarn aus Oberhausen die "Fasent Feed" mit ihrem Tanz vom wunderbaren Traum. Aus Malterdingen war KoMaSex angereist, die mit ihrer Guggemusik schnell für Stimmung sorgten.

Den meisten Beifall gab es für die FC-Aktiven. Die FCW-Damen brachten noch einmal "Wetten, dass... ?" auf die Bühne und krönten ihren heiteren Auftritt mit einem munteren Tanz in alpenländischer Schuhplattler-Tradition. Die FCW-Herren hoben zum Ende ab: Sie machten sich "auf den Weg zum Mond", mit einer sportlichen Tanznummer, in der auch die Gaudi nicht fehlte.

BZ Artikel 7. Febraur 2015 zum Tanzfestival

Weniger Gruppen und mehr Show

BZ-INTERVIEW mit dem Organisator des 26. Weisweiler Tanz- und Ballettfestivals, Friedrich Heidt .

  1. Organisator Friedrich Heidt mit Co-Moderatorin Katrin Schmidt.Foto: Christiane Franz

  2. Beim Tanz- und Ballettfestival herrscht stets drangvolle Enge in der Rheinwaldhalle. Foto: Christiane Franz

WEISWEIL. Das Tanz- und Ballettfestival ist einer der Höhepunkte der Wiswiler Fasnet. Es ist bei den Tanzgruppen beliebt und sorgt seit Jahren für eine volle Halle. Eine unabhängige, von Profis mitbesetzte Jury bewertet die auftretenden Gruppen und am Ende wird den Besten der Preis verliehen. Unsere Mitarbeiterin Christiane Franz sprach mit dem Hauptorganisator Friedrich Heidt über Sicherheitsauflagen, Entwicklung und Erfolg der Fastnachtsveranstaltung.

BZ: Das Ballettfestival in Weisweil erfreut sich seit nunmehr 26 Jahren großer Beliebtheit. Für die diesjährige Veranstaltung kündigte der FC-Weisweil Veränderungen im Programm an. Warum?

Heidt: Gerade beim 25. Jubiläum 2014 war die Halle einfach zu klein – eine Ausweichmöglichkeit in Weisweil gibt es zu dieser Jahreszeit nicht. Wir müssen aus sicherheitstechnischen Gründen reagieren. Das große Ärgernis sind fehlende Sitzplätze und zu großes Gedränge in der Halle. Somit habe ich mich entschlossen, die Gruppenanzahl der Tanzgruppen dieses Jahr zu verringern.

BZ: Im letzten Jahr entstand vor allem im Eingangsbereich bei der Öffnung der Hallentüren ein ziemliches Gedränge unter den Wartenden, von dem auch die BZ berichtete. Gab es daraufhin Rückmeldungen von Betroffenen? Sind die Veränderungen auch als Reaktion darauf zu verstehen?

Heidt: Es gab Rückmeldungen während der Veranstaltung und danach, da ich den Kontakt zu den Gruppen auch nach der Veranstaltung halte und per Mail immer nochmals nach ihrer Meinung zum Festivalablauf frage. Also, wie gesagt, die Reaktion kommt aufgrund der Rückmeldungen und neuen Vorschriften in Sachen Sicherheit, die wir auch unbedingt beachten müssen.

BZ: Um welche Änderungen handelt es sich im Einzelnen?

Heidt: Die konkreten Veränderungen sind die Reduzierung der Tanzgruppen und die Ausweitung des nicht in der Wertung stehenden Show-Programms von Gutmann. Wir haben die Anzahl der Tanzgruppen (teils waren es 16 oder 18 Stück) dieses Jahr auf 10 verringert. Das bedeutet somit auch weniger Fangruppen, die oft in Bussen mit anreisten.

BZ: Hat der Verein auch die Möglichkeit einer Platzreservierung im Vorfeld erwogen? Welche Gründe halten davon ab?

Heidt: Das haben wir uns lange und oft überlegt und auch mit Gruppen besprochen. Wir haben uns entschlossen, es nicht zu tun, da man nie genau weiß, wer von den Fangruppen nach den tagsüber stattfindenden Umzügen abends dann noch dabei sein wird. Wir denken, mit der Entzerrung hier einiges zu verbessern.

"Dieser Abend

macht einfach

Riesenspaß"

BZ: Mit welchen Programmpunkten wird die Tanzschule Gutmann beim kommenden Ballettfestival beteiligt sein?

Heidt: Seit Jahren begleitet uns die Tanzschule Gutmann aus Freiburg in der Jury und auch mit Show-Auftritten. Mit Juroren, Tänzern und Choreographen hat sich teils auch eine Freundschaft entwickelt. Sie stehen uns mit Rat und Tat zur Seite und freuen sich auch immer wieder auf diesen Abend. Gutmann wird das Eröffnungsprogramm übernehmen und auch weitere Tanzeinlagen auf der Bühne zeigen. Somit ist trotz Reduzierung ein abendfüllendes Programm garantiert.

BZ: Wie hat sich das Ballettfestival zu einem solchen Erfolg entwickelt?

Heidt: Entstanden ist das Ganze damals als Lückenfüller am Sonntag. Dadurch, dass viele Tanzgruppen ihr Highlight an ihrem Zunftabend nur einmal zeigen konnten, jedoch auch finanzielle Ausgaben hatten, waren viele sofort dabei, hier nochmals vor großem Publikum aufzutreten und einen Preis mit nach Hause zu nehmen. Ich habe als Elferrat 2002 das Ballettfestival von meinem Vorgänger übernommen. Von mir wurde vieles umgekrempelt.

BZ: Was zum Beispiel?

Heidt: Bewertung und Jury wurde professioneller gestaltet, die Soundtechnik auf den neuesten Stand gebracht – eigentlich der komplette Ablauf immer wieder bis zum heutigen Stand angepasst und verbessert. Wir haben so weit möglich versucht, auf Wünsche der Tanzgruppen einzugehen und Anregungen teilweise verwirklicht. Seit wir Gutmann im Boot haben, können wir auch immer auf professionellen Rat und Hilfe bauen. Mit meiner Co-Moderatorin Katrin Schmidt, dem Sound und Lichttechniker Alessandro Napolitano, den Juroren und Bühnenhelfern haben wir ein eingespieltes Team. Gerade die letzte halbe Stunde bedeutet hinter dem Vorhang Riesen-Hektik und Organisation, bevor das Programm dann starten kann. Dennoch: Dieser Abend macht einfach Riesenspaß. Es ist toll für uns und vor allem fürs Publikum, so viele Highlights auf der Bühne zu sehen.

BZ: Gibt es unter den Teilnehmern Top-Favoriten auf den ersten Platz?

Heidt: (lacht) Ich werde mich hüten, hier vorweg eine Beurteilung abzugeben. Es gibt feste Bewertungskriterien. Wir nennen diese immer wieder vor dem Programm. Danach wird von vier Juroren unabhängig gewertet. Die Summe der vier Bögen ergibt die Punktzahl für die Gruppe. Wenn man die Bögen im Nachhinein vergleicht, sieht man, dass die Unterschiede nicht allzu groß sind. Es sind zwei Juroren von Gutmann und zwei Juroren aus dem Bereich Freizeit- und Fastnachts-Tanzgruppen dabei. Ich betone immer wieder: Es gab und gibt keine schlechten Tänze. Jeder ist gut, der hier auftritt. Die Punktunterschiede in der Bewertung sind oft sehr gering. Deswegen sollte aber keiner beleidigt oder wütend sein, wenn er weiter hinten landet.

DAS PROGRAMM:

Das 26. Tanz- und Ballettfestival findet am 15. Februar in der Rheinwaldhalle statt. Hallenöffnung ist 19 Uhr, das Programm beginnt um 20 Uhr. Für die After-Show-Party wird die Show-Band "Querbeet" für Stimmung sorgen. Die Bar ist ab 20:00 Uhr bis 4:00 morgens mit einem erfahrenen DJ geöffnet.  

ZUR PERSON: FRIEDRICH HEIDT

Der 50-Jährige arbeitet als Groß- und Außenhandelskaufmann bei Herrenknecht Schwanau. Er gehört als Schriftführer dem Vorstand des FC-Weisweil an, ist Elferrats-Präsident sowie Planer und Moderator des Zunftabends und des Ballettfestivals.  

Ettenheimer Stadtanzeiger

Badische Zeitung 14.11.2014

"Überlegt euch ein paar tolle Sachen"

FCW-Elferrat läutet in Weisweil die neue Fasnet-Saison ein.

WEISWEIL. Der FCW-Elferrat hat pünktlich zum Elften Elften die neue Fasnet-Saison eröffnet. Bei einem Treffen im Bürgersaal des Rathauses wurden Kolibacher geehrt. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung von jungen Kolibachern und der Mini-Garde.

Der Fanfarenzug Ritter Hermann 1242 Weisweil eröffnete das Treffen und nach dem gemeinsamen Singen des Wiswiler Fasnetlieds gab Elferratspräsident Frieder Heidt einen Ausblick auf eine "kurze Kampagne 2015". Die Fasnet ist bereits Mitte Februar. Heidt nahm das Treffen zum Anlass, alle zum Mitmachen beim Clubowe einzuladen. "Die Bühne füllt sich nicht von allein", sagte er, und nach dem letzten Clubowe gelte es, hohe Erwartungen zu erfüllen.

Bürgermeister Michael Baumann schloss sich in seinem Beitrag der Aufforderung an: "Überlegt euch ein paar tolle Sachen, dann haben wir am Clubowe was zu lachen", reimte er.

Baumann hatte die Narrenkappe schon beim letzten Clubowe als frisch gebackener Schultes erhalten. Jetzt setzte er sie gern wieder auf, denn "sie macht mich größer und schick". Die Vorstellung der Mini-Garde erfolgte mit einer kurzen Tanzeinlage. Bianca Disch hat vor drei Wochen das Training mit einer stattlichen Reihe kleiner Gardemädchen aufgenommen.
 

Bei den Kolibachern gab es in diesem Jahr keine Taufe für neue Mitglieder: Neu dazu kamen aber fünf Kolibacher-Kinder, die eine Urkunde erhielten. Kai Fischer und Andrea Link überreichten im Namen der Zunft Ehrungen: 15 Jahre ist Jens Fischer dabei, seit zehn Jahre Benjamin Leonhardt und Julia Pallapies.

Ein dickes Danke gab es von den Oberkolibachern auch an die drei Zunftmitglieder, die in der letzten Kampagne 100 Prozent Einsatz zeigten. Neben Britta Haag und Jens Fischer war das zum zweiten Mal in Folge Linda Zimmermann.